Frühlings Erwachen

von Frank Wedekind

Kurzbeschreibung

Wenn die Stunde gekommen ist, will ich aus Leibeskräften  an Schlagsahne denken ...

Beschreibung

Das 1890/91 entstandene und 1906 in Berlin uraufgeführte Drama  spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt des Stücks stehen die Gymnasiasten Melchior Gabor und Moritz Stiefel sowie die vierzehnjährige Wendla Bergmann. Die Jugendlichen suchen – verzweifelt und vergeblich – nach Antworten auf die drängenden Probleme der Pubertät.

Das Stück hat bisher nicht an Aktualität verloren: Schulische oder sexuelle Probleme Jugendlicher, denen Eltern und Lehrer mit fehlendem Einfühlungsvermögen oder Gleichgültigkeit begegnen, sowie mangelnde Aufklärung, führen auch heute oft zu menschlichen Tragödien. (Quelle:https://www.inhaltsangabe.de/wedekind/fruehlings-erwachen)

Das Stück wird in unserer Inszenierung aus der Perspektive der Jugendlichen gespielt, benutzt bewußt ihre ästhetische Anmutung. Die Erwachsenenwelt bleibt ihnen verschlossen. So wie die Erwachsenen bei Wedekind groteske, übersteigerte Namen und Züge tragen, erscheinen sie auch den auf der Bühne real agierenden vier jugendliche Hauptakteuren Moritz, Melchior, Wendla und Ilse irreal, nicht greifbar. - Sie agieren folglich nur im Videoclip, verzerrt, in der Virtualität.

Es gibt keine Verständigungsmöglichkeit mehr zwischen den Generationen, sie sind in ihren jeweiligen Welten gefangen, das Drama nimmt seinen Lauf.

Der expressionistische Schluß Wedekinds auf dem Friedhof, die Figur des „vermummten Herrn“ werden zum Schlüsselmoment. Gibt es einen Ausweg aus der Sprachlosigkeit, eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben?

Besetzung

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